Volumen und Gewicht unterscheiden

Die Tasse misst ein Volumen. Wie viel Mehl darin steckt, hängt davon ab, wie locker es eingefüllt oder wie stark es zusammengedrückt wurde. Ein gehäufter Becher enthält außerdem mehr als ein glatt abgestrichener.

Eine große Frühstückstasse und eine kleine Kaffeetasse sind keine austauschbaren Messgeräte. Auch Milliliter Wasser lassen sich nicht eins zu eins als Gramm Mehl lesen: Beide Zutaten haben unterschiedliche Dichten.

Einen Cup richtig füllen

Wenn das Rezept ausdrücklich mit Cups arbeitet, verwende einen passenden Messbecher. Lockere das Mehl, löffle es hinein und streiche die Oberfläche glatt ab. Presse es nicht fest und klopfe den Becher nicht mehrfach auf den Tisch, wenn die Rezeptmethode das nicht vorsieht.

Der 120-g-Wert von King Arthur bezieht sich auf dessen All-purpose-Mehl und Messkonvention. Ein anderes Rezept kann eine andere Grammumrechnung hinterlegen. Nutze möglichst die Angaben der Quelle, aus der das Rezept stammt.

Bei alten Tassenrezepten

Frag, wenn möglich, nach der verwendeten Tasse. Wenn alle Mengen als Verhältnis gemeint sind, benutze für die betreffenden Zutaten dasselbe Gefäß und notiere sein Volumen. Eine exakte nachträgliche Grammzahl lässt sich ohne weitere Angaben nicht seriös rekonstruieren.

Beim Vergrößern eines Kuchens ist neben der Mehlmenge auch die geplante Portionszahl wichtig. Rechne die gesamte Rezeptur gleichmäßig um, statt nur mehr Mehl einzufüllen.

Häufige Fragen

Sind eine Tasse Mehl immer 125 g?

Nein. Dieser häufig genannte Wert ist keine universelle Norm für jede Tasse und jedes Mehl.

Kann ich den Messbecher direkt ins Mehl stecken?

Dabei wird das Mehl leicht verdichtet. Für die beschriebene Cup-Methode lieber locker hineinlöffeln und abstreichen.

Wie viel sind zwei Cups nach dem 120-g-Ansatz?

240 g. Das gilt nur, wenn dein Rezept genau diese Cup-Umrechnung verwendet.

Quellen