Mindestwasser ist keine Portionsrechnung
Auch eine kleine Portion Kartoffeln braucht die vorgeschriebene Mindestflüssigkeit. Sie wird benötigt, damit sich Dampf und Druck bilden können und der Topf nicht trockenläuft. „Nur zwei Kartoffeln, also nur ein Schluck Wasser“ ist deshalb keine geeignete Regel.
Umgekehrt bedeutet eine größere Kartoffelmenge nicht automatisch, dass du den ganzen Topf mit Wasser füllen musst. Beachte sowohl die Mindestflüssigkeit als auch die zulässige Gesamtfüllhöhe. Beides steht in der Anleitung und kann sich bei unterschiedlichen Lebensmitteln unterscheiden.
Mit Einsatz dämpfen
Stelle den passenden Dreifuß und gelochten Einsatz nach Anleitung ein. Gib die abgemessene Flüssigkeit darunter und verteile die Kartoffeln im Einsatz. Kontrolliere vor dem Verschließen Dichtung und Ventile gemäß den Herstellerhinweisen.
Die eigentliche Garzeit beginnt bei vielen Geräten erst, wenn die vorgesehene Kochstufe erreicht ist. Fissler nennt für Kartoffeln allgemein etwa 8–12 Minuten, abhängig von der Größe. Nutze für deinen Topf jedoch die dazugehörige Tabelle, einschließlich der empfohlenen Druckstufe.
Druck sicher abbauen
Öffne den Deckel erst, wenn der Druck entsprechend der Anleitung vollständig abgebaut ist. Erzwinge das Öffnen nicht. Verschiedene Modelle haben unterschiedliche Verfahren zum Abdampfen; übertrage einen Tipp für einen anderen Topf nicht ungeprüft.
Nach dem Öffnen prüfst du die größte Kartoffel. Falls noch Zeit fehlt, muss auch beim erneuten Garen ausreichend Flüssigkeit vorhanden sein. Ohne Schnellkochtopf hilft die Anleitung zur Garzeit ganzer Kartoffeln.
Häufige Fragen
Sind 250 ml immer richtig?
Nein. Der Wert muss zur Mindestmenge deines konkreten Modells passen.
Muss das Wasser die Kartoffeln bedecken?
Beim vorgesehenen Dämpfen im Einsatz nicht. Beim Kochen ohne Einsatz kann die Anleitung andere Angaben machen.
Kann ich bei wenig Inhalt trocken garen?
Nein. Ein Schnellkochtopf darf nicht entgegen der Anleitung ohne erforderliche Flüssigkeit betrieben werden.